
martin maria blau
Martin Maria Blau wird 1960 in München geboren. Bereits während der Schulzeit verbringt er viel Zeit im Kino und im Theater. Sein erstes Kinoerlebnis ist "Das Dschungelbuch" mit 7 Jahren. Das Bahn brechende dann mit 14 Jahren: "Amarcord" von Federico Fellini. Ab da gibt es kein Halten mehr. Noch während der Schulzeit nimmt er Schauspiel-, Pantomime-,
und Tanzunterricht.
Anfang der 80ger Jahre geht er nach Paris. Dort besucht er unter anderem die Ecole Jacques Lecoq sowie die Ecole Phillippe Gaulier/Monica Pagneux, und er begegnet in dieser Zeit einer Persönlichkeit, die ihn in hohem Maße inspiriert: Peter Brook.
Wieder zurück in Deutschland folgen Schauspielrollen in Filmen wie "Ginger und Fred" (Federico Fellini); "Europa, Europa" (Agnieszka Holland); "Die Zweite Heimat" (Edgar Reitz); "Bestiarium" (Maria Cristina Hervas) "Marie s én va t´en guerre" (Daniel Delrieux) sowie in Fernsehfilmen und TV-Serien ("Tatort" etc.).
Nach Regieassistenzen und Hospitanzen in Paris, München und Berlin inszeniert er in Hamburg 1989 eine Adaption von Eichendorffs
"Aus dem Leben eines Taugenichts" mit Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle.
Gleichzeitig führt ihn seine Zusammenarbeit mit einem Münchner Künstler
in die Welt der bildenden Kunst. Es entstehen zahlreiche Performance-Installationen in München, Paris, Kassel, Berlin.
Sein erster Kontakt mit Kabarett und Comedy ist die Regie für ein Soloprogramm mit Dirk Bielefeldt alias Herr Holm.
Im Laufe der Jahre folgen unter anderem Inszenierungen der Soloprogramme von: Alfons (NDR), Heino Trusheim
Michael Ehnert (Deutscher Kabarettpreis, Prix Pantheon 2005, Knurrhahn 2009), Kalle Pohl, Axel Pätz, Andrea Badey, Kerim Pamuk.
Seit 2007 arbeitet er auch mit Marc Schnittger, einem Meister des Figurentheaters.
Er führte Regie an den Hamburger Kammerspielen bei "HeldenWinter" von und mit Michael Ehnert.
Es folgte Alessandro Barricos "Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten" mit Thomas Borchert in der Hauptrolle.
Zuletzt inszenierte er "Schillers sämtliche Werke. Leicht gekürzt" im Altonaer Theater Hamburg.
Er lehrte unter anderem am Institut für Musiktheaterregie der Universität Hamburg und ist ständiger Dozent an der Schule für Schauspiel Hamburg, die er mit aufgebaut hat.
Martin Maria Blaus Liebe und Neugier für das Theater ist jenseits von Genre-Kategorien. So ergibt sich eine Spanne von Musik- und Figurentheater, Kunst-Performance, Kabarett bis hin zu Tragödie und Komödie. Hauptsache: Theater.